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Dinge, die mir unterwegs ans Herz gewachsen sind …

Hermine meine Teekanne
Seit knapp zwanzig Jahren begleitet mich diese Teekanne auf meinen Abenteuern. Wenn sie an der Velotasche oder am Rucksack baumelt, ist sie oft der Beginn eines Gesprächs. Auf der ganzen Welt weckt eine Teekanne Emotionen – sie ist eine Sympathieträgerin. Auf meinen Reisen ist sie manchmal das einzige Gefäss, welches ich mit dabei habe. Damit transportiere ich Beeren und Pilze oder koche darin auch mal Pasta.

 

 

 

 

 

 

Tauchsieder
Während der einjährigen Asien-Fahrradreise kauften wir auf einem Markt in Tadjikistan das kleine nützliche Ding. Oft kochten wir in unserem Hotelzimmer damit Tee, Gemüsesuppe, Eier oder Kartoffeln. Wir freuten uns über die Vielfalt der Menüs, die man mit einem Tauchsieder auf den Teller zaubern konnte. Um zerbrochene Kunststoffteile am Fahrrad wieder zusammen zu schmelzen war der Tauchsieder nur bedingt geeignet.

 

 

 

 

 

Isomatte
Auf unzähligen Bergtouren meines Vaters war diese Isomatte mit dabei. Als Jugendlicher habe ich sie auf meinen ersten Iglu-Touren benutzt. Ihre guten Eigenschaften habe ich schätzen gelernt: Unter anderem rutscht sie beim Schlafen im Schnee nicht weg. Zudem kann sie keine Luft verlieren und so bleibt ihr Isolationswert gewährleistet. Jedoch wird sie auch gerne mal von Wind und Sturm fortgetragen …

 

 

 

 

 

 

Wanderschuhe
Vier Paar Wanderschuhe habe ich auf meiner 10-monatigen Wanderung komplett durchgelatscht. Alle drei Monate musste ich mir jeweils ein neues Paar kaufen. Und jedes Mal wies mich die Verkäuferin auf die zweijährige Garantie hin. Schmunzelnd nahm ich dies jeweils zur Kenntnis.

 

 

 

 

 

 

Hobo mein Kocher
Manchmal raucht und qualmt er und bringt mich beinahe zur Verzweiflung. Dafür bleiben mir Benzingeruch, kaputte Pumpventile und tropfende Dichtungsringe erspart.
Entweder liebt man oder hasst es – das Kochen mit Holz. Sei es auf kargen Hochebenen Tibets oder in den Alpen, überall findet man Brennmaterial sei es Holz, Yak- oder Ziegendung. In kalten Nächten benutzte ich den Hobo-Kocher sogar als „Bettflasche“.

 

 

 

 

 

Solarpanel
Leere Batterien draussen in der Natur, weit weg von jeglicher Zivilisation, sind der Albtraum jedes Fotografen. Diese unabhängige Energiequelle hat mir zuverlässig Strom für Fotokamera, Handy und Radio geliefert. Zuvor war ich alle paar Tage auf der Suche nach Stromquellen. Einmal musste ich sogar vor einem Lebensmittelladen ein kleines Kinderkarussell vom Netz nehmen, um meinen leeren Akku mit Strom zu versorgen.

 

 

 

 

Crocs

Einige Wandertage nach dem Verlust meiner Zweit-Schuhe, leuchtete mir am Ufer eines Bergbaches einen hässlich gelben Plastikschuh entgegen. Etwa fünfzig Meter weiter unten bachabwärts lag der zweite. Kurzentschlossen band ich die beiden Crocs an meinen Rucksack und zog weiter. Wie nützlich sie mir in den kommenden Monaten noch werden, wurde mir erst später bewusst. Nun war es plötzlich möglich stundenlang im kalten Wasser zu stehen um Steinbogen zu bauen.

 

 

 

Wärmehaube
Das Gewebe meiner Wärmehaube stammt aus der Raumfahrt-Industrie. Sie hält den abendlichen Tee warm. Ob Pizzas, selbstgemachtes Marronibrot oder knusprige Aufback-Gipfeli zum Frühstück – unter dieser zerzausten Haube sind schon viele Backexperimente geglückt aber auch kläglich gescheitert.

 

 

 

 

 

 

Olga mein Zelt
Oft war sie meine Villa am Bergsee, mein Schloss am sprudelnden Bach, manchmal aber auch mein einziges trockenes Dach über dem Kopf. In besiedelten Gegenden stand es aber auch mal hinter Friedhofsmauern oder unter Bücken. Das geräumige Leichtzelt schützt mich vor Sturm und Hagel. Auch einen überstürzten Ziegenherden-Besuch hat es schadlos überstanden.

 

 

 

 

 

Ana Troccolo
Die Badeente im Grossformat ist auf den meisten Kajaktouren mit von der Partie. Leider ist ihr Schwimmverhalten dürftig. Wenn ich sie an der Leine am Kajak befestige, verliert sie oft das Gleichgewicht. Darum darf sie meisten vor mir auf Deck sitzen und die schauklige Fahrt geniessen. Die Umrundung der Insel Elba war bis anhin ihre anstrengendste Reise.