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Unterwegs mit Landart

Ob mit Steinen, Holz, Eis, Schnee, Lehm oder Blättern – es macht immer Spass, sich mit dem Material auseinander zu setzen und damit etwas zu gestalten.


Während den letzten 14 Jahren sind zahlreiche Installationen entstanden – vor allem auf langen Reisen, aber auch auf kürzeren Ausflügen. Die meisten der folgenden Bilder entstanden während eines längeren Prozesses, der Tage, ja manchmal sogar Monate dauerte. Oft wird in der Nähe dieser Installationen übernachtet, um sie bei guten Lichtverhältnissen oder bei geeignetem Wetter fotografieren zu können.

Aus Holz forme ich eine Kugel. Um diese herum lege ich mit Lehm eine netzartige Hülle und lasse sie trocknen. Um die Kugel staple ich Feuerholz und zünde dieses an. Von insgesamt sieben Kugeln übersteht nur eine einzige den Brand. Als sich die Asche senkt, erscheint die hohle, schwarz gebrannte Lehmkugel.

In der trockenen Hochebene des Pamirs pflüge ich mit den Händen eine Spirale in den sandigen Boden. Ein heftiger Wind peitscht durch die unwirtliche Gegend. Der Schädel eines Marco-Polo-Schafes liegt im Sand und beobachtet mich bei der Arbeit, die theoretisch erst in der Unendlichkeit ein Ende finden würde. Mit jeder Runde wird die Spirale grösser und grösser. Gegen Abend beende ich erschöpft die Arbeit – sandverschmiert, mit schmerzenden Händen und knirschenden Zähnen.